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Veranstaltungen


Lehrbetriebe brauchen Schulabgänger, die lesen, schreiben und rechnen können

Vortrag und Diskussion

Di. 6.2.2018, Dietikon 

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Ja zur Initiative «Lehrplan vors Volk»

Vortrag von Dr. J. Barben

Do. 1.2.2018, Wettswil

Do. 8.2.2018, Affoltern

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Abstimmung über die Initiative «Lehrplan vors Volk» am 4. März 2018  Flyer dazu

Pressemappe Lancierung Abstimmungskampf «Lehrplan vors Volk», 15.1.2018

Dr. med Hannes Geiges, Kinderarzt und Mitglied der CVP

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir Kinderärzte stellen fest:

  1. Schulprobleme machen krank. Die psychischen Krankheiten wegen Schulproblemen nehmen nachweislich deutlich zu. Die Meinung und Rufe von uns Kinderärzten werden von den Bildungsverantwortlichen bewusst überhört! Der LP 21 hat keine Antworten darauf. Im Gegenteil.
  2. Die Nachfrage nach Ritalin und Nachhilfestunden bei gesunden Kindern haben schon heute das erträgliches Mass überschritten. Mit dem LP 21 wird die Situation noch verschärft.
  3. Aus unserer Sicht wird das Bildungsprogramm der Volksschule mit dem LP21 überfrachtet. Mit seinen viel zu breiten Grundanforderungen werden unrealistische Hoffnungen geweckt. Es fehlt die nötige Zeit zum Üben und Vertiefen!
  4. Durch die überzogene Erwartungshaltung steigt der Druck auf die Schule enorm. Die Lehrpersonen verzetteln ihre Kräfte. Sie leiden schon heute zu oft unter Burnouts. Die Kinder haben mehrere Lehrpersonen. Die Folgen müssen unsere Kinder tragen. Wir Kinderärzte und Psychologen werden täglich mit diesen Folgen konfrontiert.
  5. Wir warnen eindringlich vor dieser Entwicklung. Die Eltern sollen mitentscheiden dürfen, wie stark ihre Kinder belastet werden sollen.
  6. Der LP 21 ist ein hoch risikoreiches Experiment. Beim LP 21 mit dem vorgesehenen Paradigmenwechsel verfügt man nicht annähernd über genug Erfahrungen.
  7. Für unsere Kinder ist die Einführung des LP 21 der Abgabe eines neuen, starken, unerprobten Medikamentes gleichzusetzen.
  8. Die hoch gepriesenen Erfolge der letzten Jahrzehnte beruhen auf einem harmonischen, im Einklang mit der Bevölkerung gewachsenen Bildungswesens. Ein voreilig eingeführtes, unerprobtes Jahrhundertwerk mit 2300 akademisch abgefassten Kompetenzbeschreibungen ist als Bildungskompass ungeeignet. Es verunsichert Eltern, Lehrer und damit die Kinder.
  9. Verunsicherung und Disharmonie sind Gift für ein erfolgreiches, nachhaltiges Lernen.
  10. Der LP 21 ist an den realen Bedürfnissen und Möglichkeiten unsrer Volksschule vorbei konzipiert worden. Bei seiner Konzeption hat nie ein echter Dialog zwischen den Lehrplanverantwortlichen und den Schulen stattgefunden. Es ist höchste Zeit, dass das Bildungswesen wieder mit den Bedürfnissen und dem Willen des Volkes und der Gesundheit unserer Kinder in Einklang gebracht wird.

Stellungnahme aus meiner Sicht als langjähriges CVP-Mitglied

Lehrpersonen berichten, der LP 21 habe kein „Herz“. Von Gerhard Pfister und RR Silvia Steiner (beide CVP) wurde das nicht in Abrede gestellt. Ihre Antwort darauf: „Das Herz“ ist nicht Aufgabe der Schule, das ist Sache der Familie“.

Für mich als CVP Mitglied ist klar: Keine Arbeit mit Kindern ohne Herz! Als Kämpfer für die Familien und als Teil der christlich-demokratischen Volkspartei stehe ich ein für die demokratischen Rechte der Familien und für „Kopf, Herz und Hand“ auch in den Schulen. Unsere Familien und Steuerzahlenden erlebe ich als mindestens so kompetent in Bildungs- und Gesundheitsfragen wie die Politiker und praxisfernen Bildungstheoretiker. Die Familien, ja das ganze Volk, sollen beim Prioritäten setzen von „Kopf, Herz und Hand“ mitentscheiden können, wie das unsere Demokratie verspricht.

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