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Veranstaltungen


Lehrbetriebe brauchen Schulabgänger, die lesen, schreiben und rechnen können

Vortrag und Diskussion

Di. 6.2.2018, Dietikon 

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Ja zur Initiative «Lehrplan vors Volk»

Vortrag von Dr. J. Barben

Do. 1.2.2018, Wettswil

Do. 8.2.2018, Affoltern

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Abstimmung über die Initiative «Lehrplan vors Volk» am 4. März 2018  Flyer dazu

Zum Modul «Berufliche Orientierung»

Im Gewerbe meinen viele, der Lehrplan 21 gehe in die richtige Richtung. Vor allem die separaten Module «Berufliche Orientierung» und «IT und Medien»werden allgemein begrüsst. Aber: Aus meiner Erfahrung als langjährige Berufsschullehrerin genügt die Verpackung in ein Modul nicht – es kommt darauf an, was drin ist! 

Was brauchen die Jugendlichen im 8. / 9. Schuljahr?

  • Schritte zur Berufswahl unter steter Anleitung und Unterstützung des Lehrers (Klassengespräche / Einzelgespräche) von den ersten Schritten bis zum Finden einer Lehrstelle oder einer anderen Anschlusslösung,
  • Einführung der Schüler im BIZ (Berufsinformationszentrum), mit gewünschter individueller Unterstützung, 
  • Suche nach Schnupperlehrstellen (inkl. Erarbeiten und Üben des dazu nötigen Telefonats im Klassenunterricht), 
  • Erarbeiten und Erstellen von Telefonprotokollen, 
  • Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen, 
  • Schreiben von Bewerbungsbriefen auf konkrete Stellenausschreibungenà mit Korrektur! 

Was bietet der LP21 im Modul «Berufliche Orientierung»?

  • Einbezogen werden: Besuch im BIZ, Schnupperlehre (bei der Suche werden sie oft sich selbst überlassen). 
  • Nicht enthalten sind: Erstellung von Bewerbungsschreiben*, Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen, Erarbeitung und Üben von Telefonaten, Telefonprotokolle, Klassengespräch zum Erfahrungsaustausch.
  • (*Der Bewerbungsbrief ist in einem anderen Bereich (Sprache) enthalten. Ein Bewerbungsbrief kann aber nur auf eine konkrete Stellenausschreibung hin richtig verfasst werden.) 

Insgesamt fehlt die menschliche Begleitung, Unterstützung und Ermutigung durch den Lehrer. 

Dafür treibt die konstruktivistische Ideologie im Modul «Berufliche Orientierung» z.B. folgende Blüten:

Die Schülerinnen und Schüler 

  • können Elemente ihres Persönlichkeitsprofils wahrnehmen und beschreiben (Fähigkeiten, Voraussetzungen, Interessen, Einstellungen, Werte), 
  • können das Selbstbild mit dem Fremdbild respektive der Aussensicht vergleichen und festhalten, 
  • können eigene biografische Prägungen und Erwartungen ihres Umfeldes zum Beruf reflektieren und geschlechtsspezifische, soziale und kulturelle Stereotypen hinterfragen und dazu eine eigenständige Position vertreten, 
  • können verschiedene Methoden der Entscheidungsfindung an einfachen Alltagssituationen anwenden (z.B. Entscheidungsbaum, Pro/Contra, Gefühl/Vernunft), 
  • können in ihrem Bildungs- bzw. Berufswahlentscheid den konkreten Bewerbungsprozess planen (z. B. Aufnahmeprüfungen, Tests, Anmeldeverfahren), 
  • können mit Hilfe der gesammelten Dokumente (z. B. Portfolio, Berufswahlordner) wichtige Informationen für ihre Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. 

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Jeder dreht sich um sich selbst und pflegt die eigenen Wünsche und Bedürfnisse – der Realitätsbezug bleibt auf der Strecke...

Aber: Online-Formulare auszufüllen und Testfragen anzukreuzen genügt nicht, um eine Lehrstelle zu finden.

Ein Portfolio für 15-jährige? Gescheiter würde der Lehrer ihnen zeigen, wie sie einen Bewerbungsbrief schreiben sollen und wie man sich bei einem Bewerbungsgespräch benimmt!